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Dienstag, 21. Januar 2020

09. 12. 2009

Mehr Arbeit für weniger Geld - Schlecker XL

„Lohndumping von SCHLECKER XXL ist menschenverachtend und belastet Steuerzahler“, erklärt die Bremische Bundestagsabgeordnete Agnes Alpers, „daher solidarisiere ich mich mit den SCHLECKER-Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft ver.di.“

Alpers erklärt, dass sie die Strategie von SCHLECKER verurteile, mit den neuen XL-Märkten seinen Angestellten "betriebsbedingt" zu kündigen, um sie dann durch eine firmennahe Leiharbeitsfirma für die Hälfte des Lohnes von ca. 6,50 Euro brutto wieder einzustellen. Nötig hätte es Firmeneigner Anton Schlecker nicht. Er zählt mit einem geschätzten Vermögen von 2,4 Milliarden Euro zu den reichsten Deutschen.

Die Verkäuferinnen und Verkäufer können dagegen von diesen Niedriglöhnen weder sich noch ihre Familien ernähren. Sie sind gezwungen, ihr Einkommen mit Hartz IV aufzustocken. In Deutschland subventioniert der Steuerzahler solche Niedriglöhne laut Bundesagentur für Arbeit monatlich mit über 700 Millionen Euro. Auch in unserer Region hat die Zahl der sogenannten „Aufstocker“ zugenommen. 25,3 Prozent der Hartz IV-Bezieher aus Bremen sind erwerbstätig.

Alpers weiter „Die LINKE fordert einen gesetzlichen Mindestlohn, um Lohndumping Einhalt zu gebieten.“