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Freitag, 18. August 2017

13. 04. 1985

Fundsache: Tagebuch 1985

Mein Herz pocht, in meinem Kopf rast es.
Ich habe gerade das Buch von Phillis Chesler zu Ende gelesen.

Frauenpolitik, neue Lebensansätze, unformulierte Geanken, die ich ausgesprochen gefunden habe! Kraft. Lebensdurst, Tatkraft.

Überschwenglich möchte ich jetzt beginnen: Kulturarbeitskreis, Sport, Weiterbildung, Macht, Organisation, Arbeit, Neuausfüllung von Beziehung, Ehe, Kinder ......
Ich schwappe über. Es ist fraulich, diese Kraft zu spüren: so stark wie ein Baum - und noch viel mehr.
Ich weiß, ich muß ruhiger werden und alles ganz genau organisieren, aber ich denke, meine verlorene Kraft steht jetzt an der Klippe, wo sie runterfallen wird in ein Tal, das mein Leben mit Arbeit, Veränderung, Kraft und Liebe füllen wird. Ich hatte meine Kraft verloren - wenn auch nicht ganz - aber ich werde sie mir wieder holen.

Ich werde mir Macht nehmen und sie kontinuierlich ausbauen - und umsetzen in ein revolutionär-menschliches Leben.
...
Auch wenn mich all die Alltäglichkeiten wieder einholen werden. Ich werde es schaffen - und ich muß es schaffen. Ich muß es mir selbst beweisen, daß meine Machtaneignung und meine Stärke gewünschte Veränderungen bringen - und ich nicht immer wieder in die Angst zurückfalle, daß ich mir nur meine Liebesmöglichkeiten kaput mache.

Ich muß es schaffen, mir nie meine Macht wegnehmen zu lassen oder mir selbst wegzunehmen, sondern sie auszubauen und sie umzusetzen. Ich weiß nicht, von wie vielen Dingen, die so bequem und mir lieb sind, ich Abschied nehmen muß, aber meine Härte wird es schaffen, ohne daß sie eine männliche Härte wird.

Ich will macht, Verantwortung, Organisation, Veränderung.

 

Das Buch von Phillis Chesler